Lale Akgün folgt auf Jürgen Roters
Der Verein des Sommerblut-Kulturfestivals hat ein neues prominentes Vorstandsmitglied
Der Förderverein des Sommerblut-Kulturfestivals hat am 24. Januar die Politikerin und Autorin Lale Akgün einstimmig neu in den Vorstand gewählt. Die 56-jährige nimmt damit den Platz von Jürgen Roters ein, der mit seinem Antritt als Oberbürgermeister der Stadt Köln sein Vorstandsamt zurückgeben musste. Dem neuen Vorstand gehören neben Lale Akgün wie bisher Stefanie Klein, Stefan Burkhardt und Rolf Emmerich an.Beim anschließenden Vereinsfest im Kunstsalon in Köln-Bayenthal bedankte sich das ehemalige Mitglied des Bundestags für das Vertrauen. Für ihre Vorstandsarbeit nannte sie zwei Ziele, an denen sie arbeiten wolle. „Ich möchte, dass Köln, die bei der Kultur in vielen Bereichen derzeit nur noch B-Klasse ist, zur A-Klasse aufsteigt.“ Das seit 2002 stattfindende Kulturfestival habe bereits eine enorme Qualität, die weiter ausgebaut werden kann. „Sommerblut ist für mich ein Leuchtturmprojekt, mit dem Köln noch stärker leuchten kann.“
Zum anderen wies die SPD-Politikerin, die sich seit langem mit den Themen Migration und Immigration beschäftigt, auf die verbindende Kraft der Kultur hin. Das Sommerblut-Festival, das unter anderem auch Kultur aus und für die schwule Szene bietet, könne hier wirken. „Ich weiß, dass es in der schwulen Szene Vorurteile gegenüber Migranten gibt und umgekehrt. Ich möchte, dass sich die Minderheiten miteinander versöhnen. Kultur sehe ich als das wirkungsvollste Medium, das Selbstverständliche sichtbar zu machen.“
Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters schaute beim Vereinsfest vorbei, und übergab in seiner Ansprache den Staffelstab des Vereins an seine Parteikollegin: „Da kommt jetzt eine Powerfrau, die neue Perspektiven einbringen kann.“ Der Verein trug Roters zum Dank für seinen langjährigen Einsatz die Ehrenmitgliedschaft an. Er ist nach Alexandra Kassen damit das zweite Ehrenmitglied des Fördervereins.
Bilder vom Vereinsfest gibt es hier.
Das war 2009
Das 8. Sommerblut Kulturfestival ist Geschichte und die Zahlen sprechen für sich: 23.000 Besucher, bei 150 Veranstaltungen an 40 Veranstaltungsorten. Damit endete ein vierwöchiges „Kulturmenü“, das an Vielfalt und Qualität nichts zu wünschen ließ: die Eröffnungen mit Trude Herr`s „Millionärin“ und den Geschwister Pfister „In der Klinik“, Milan Sladeks „Liebe zu den Orangen“, die Ausstellung „Sodom und Gomorrha“, Otto Sanders Lesung „Beckett“, DIN A 13 Tanzproduktion „Pattern beyond Traces“, das Altentheaterprojekt „Gold + Eden“, das Tanztheater „BLIND DATE“ sowie Künstler wie Etta Scollo, Moving Theatre, Rummelsnuff, Steffen Möller und Lydie Auvray und viele, viele andere Künstler, gaben dem Festival ihre jeweils eigene Würze.

Ein besonderer Genuss: die 3. ARCUS DIVEN GALA in der Kölner Philharmonie.
Großartig serviert Bettina Böttinger einen Leckerbissen nach dem anderen:
BASTA, DANIEL KIRCH, GAYLE TUFTS, KLAUS HOFFMANN und STOPPOK Das „Sahnehäubchen“ des Sommerblut Kulturfestival 2009 aber setzten die Künstler des Kulturfinales im „Alten Pfandhaus“: ANNE SIMMERING und die zarten Jungs, ART DONNER + Band, SABANOVA, EIKE DRÜCK und die hinreißenden GERMAN GYPSI QUEENS Nach mehreren Zugaben hieß es dann um Mitternacht des 5. Juni 2009:
auf Wiedersehen beim Sommerblut Festival 2010 in Köln!

Ihr
Rolf Emmerich (Festivalleiter)
und der Vorstand des Sommerblut Kulturfestivals e.V.



